Sterbegeldversicherung in Anspruch nehmen – was ist zu tun?

Ist der Versicherungsfall eingetreten, sprich die versicherte Person ist verstorben, müssen seine Hinterbliebenen bzw. Angehörigen das Versicherungsunternehmen schnellstmöglich darüber informieren, um Leistungskürzungen oder einen Leistungsausschluss zu vermeiden.

Auch wenn es zu diesem Zeitpunkt schwierig ist, sich um den Papierkram zu kümmern und die Trauer überwiegt, sollte schnell gehandelt werden, um spätere Auseinandersetzungen mit dem Versicherungsunternehmen zu vermeiden.

Die Sterbegeldversicherung im Versicherungsfall

Das Versicherungsunternehmen, bei dem der Verstorbenen eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen hat, wird vor einer Auszahlung des Sterbegeldes einige Dokumente verlangen, die von den Angehörigen auf schnellstem Wege vorgelegt werden sollten.

Bei den Dokumenten handelt es sich meist um folgende:

  • Original Versicherungsschein
  • Sterbeurkunde
  • Zeugnis über die Todesursache

Die genauen Anforderungen bzw. Voraussetzungen, die für die Auszahlung der Sterbegeldversicherung erfüllt sein müssen, sind in den Vertragsbedingungen des Anbieters geregelt. Hier ist es wichtig zu wissen, dass die Vertragsbedingungen bei jeder Sterbegeldversicherung anderweitig geregelt sein können.

Nach Vorlage der vollständigen Unterlagen, zahlt das entsprechende Versicherungsunternehmen die Versicherungssumme des Sterbegeldes, in der Regel innerhalb von wenigen Tagen an die im Vertrag vermerkten Personen aus.  Sind keine Personen im Vertrag für die Auszahlung des Sterbegeldes angegeben, fällt die Versicherungssumme in das Erbe.

Zu beachten gibt es hier jedoch noch die Sterbegeldversicherungen mit Wartezeit. Bei Sterbegeldversicherungen mit Wartezeit, gelten die Vereinbarungen, die während der Wartezeit vom Anbieter in den Versicherungsbedingungen hinterlegt sind.

Die Bedingungen bei einer Sterbegeld-Police mit Wartezeit sind meist so festgelegt, dass der Versicherte bzw. die Hinterbliebenen erst Anspruch auf die Versicherungssumme haben, wenn die vereinbarte Wartezeit vorüber ist.

Sollte die versicherte Person noch innerhalb der Wartezeit versterben, gibt es aber auch Sterbegeldversicherungen, in denen die Leistungen während der Wartezeit, jährlich gestaffelt sind und somit eventuell zumindest ein Teil der Versicherungssumme ausgezahlt wird. Dies gilt es aber in den Vertragsbedingungen der jeweiligen Sterbegeldversicherung zu prüfen!

Beinhaltet die Sterbegeldversicherung zusätzlich einen Unfalltodesschutz, zahlt die Versicherung auch während der Wartezeit, die komplette Versicherungssumme.

Wichtig
Sollte die betroffene Person durch einen Unfall zu Tode gekommen sein, betragen die Meldefristen in aller Regel 48 Stunden.

Artikelbild: © Harald Reiss / PIXELIO

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