Sterbegeldversicherung – Was ist das und wieso gibt es sie?

Die Sterbegeldversicherung gehört in die Kategorie der kapitalbildenden Lebensversicherungen, die eine Auszahlung im Todesfall leistet. Mit einer Sterbegeldversicherung können Kosten, die im Todesfall des Versicherten eintreten, in diesem Fall die Bestattungskosten, mit einer vorher ausgewählten Versicherungssumme abgedeckt werden.

Diese Art von Todesfallabsicherung ist mit dem Wegfall des Sterbegeldes aus der gesetzlichen Krankenkasse, seit dem Jahr 2004 um so wichtiger. Für die anfallenden Beerdigungskosten müssen mit einer passenden Sterbegeldversicherung somit nicht die Hinterbliebenen aufkommen, sondern die Kosten sind über den zuständigen Sterbegeld-Versicherer abgedeckt.

Sterbegeldversicherung – Was ist das genau?

Zu Beginn des Jahres 2004 wurde das Sterbegeld für gesetzlich versicherte Personen von den Krankenkassen gestrichen. Bis zu diesem Zeitpunkt zahlten die gesetzlichen Krankenkassen, versicherten Personen im Todesfall, ein Sterbegeld in Höhe von 525,00 Euro. Familienversicherte erhielten hingegen nur ein Sterbegeld in Höhe von 262,20 Euro.

Mit dem gezahlten Sterbegeld bis Ende 2003, durch die gesetzlichen Krankenkassen, konnten die Bestattungskosten des Versicherten zumindest zum Teil abgedeckt werden. Durch die hierdurch entstandene „Leistungslücke“ der gesetzlichen Krankenkassen müssen die Bestattungskosten nun entweder durch das hinterlassene Erbe getragen werden oder die Hinterbliebenen / Angehörigen müssen für die Kosten der Beerdigung aufkommen.

Genau hier setzt die Sterbegeldversicherung an und füllt die weggefallene Lücke wieder auf. Was heißt das genau?

Die private Sterbegeldversicherung zahlt nach dem Tod des Versicherten, die vorher vereinbarte und festgelegt Versicherungssumme, an die im Vertrag festgelegten Bezugsberechtigten aus. Dabei dient die Sterbegeldversicherung nur einem Zweck, nämlich der finanziellen Bewältigung und Absicherung der anfallenden Bestattungskosten.

Während Lebzeiten zahlt der Versicherte bei seinem zuständigen Sterbegeld-Versicherer monatliche Beiträge ein. In der Regel werden die Beiträge bis zu einem bestimmten Alter (derzeit 65 oder 85 Jahre) gezahlt. Im Anschluss ist die Sterbegeldversicherung beitragsfrei und bleibt bis zum Ableben weiterbestehen. Befindet sich der Versicherte vor dem Abschluss einer Sterbegeldversicherung bereits in einem höheren Alter, ist die Sterbegeld-Absichung meist nur noch mit Zahlung eines Einmalbetrages und/oder einer Gesundheitsprüfung möglich.

Was macht die Sterbegeldversicherung aus?

  • Hinterbliebene & Angehörige werden finanziell abgesichert
  • Der Versicherte erhält eine würdevolle und angemessene Bestattung
  • In der Regel ist keine Gesundheitsprüfung erforderlich
  • Meist auch noch mit hohem Alter und Vorkrankheiten möglich
  • Vereinbartes Sterbegeld wird im Todesfall ausgezahlt
  • Geringe Beiträge bei frühzeitigem Abschluss

Beerdigungskosten und Hinterbliebene mit einer Sterbegeldversicherung absichern

Der Tod gehört am Ende eines jeden Lebens dazu und ist mit unter wohl einer der traurigsten Anlässe, die Hinterbliebene und Angehörige bewältigen müssen. Gerade zu Lebzeiten wird häufig nicht daran gedacht, welche Kosten der Tod bzw. das Sterben verursachen kann und das ohne eine passende Absicherung, die Hinterbliebenen für die Kosten aufkommen müssen. Sterben ist teuer und so können für eine Beerdigung schnell bis zu 10.000 Euro oder mehr zusammen kommen.

Um den Hinterbliebenen genau diese Last abzunehmen, kann eine Sterbegeldversicherung sinnvoll sein. So können sich diese voll und ganz mit dem Trauern beschäftigen und gleichzeitig kann der Verstorbene mit einer Sterbegeld-Absicherung eine würdevolle und angemessene Bestattung erhalten.

Wichtig
Eine Sterbegeldversicherung ist zweckgebunden und dient nur zur Absicherung der Beerdigungskosten

Artikelbild: © Luise / PIXELIO

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